Versottungen

Einige Beispiele zur Ansicht

Anklicken zum vergeößern

 

             Neue Heizungsanlage = Schornsteindurchfeuchtung ?! ( Versottung )  

 

Beim Anschluß moderner Wärmeerzeuger an bestehende Schornsteinsysteme muss mit einer Schornstein-
durchfeuchtung gerechnet werden, wenn keine Abstimmung zwischen Feuerstätte und Schornstein erfolgt.

 

Die Folgen sind Versottungen und Zerstörung des Mauerwerks.

 

Wenn im Zuge von Sanierungen-, Erneuerungs- oder Energieeinsparmaßnahmen neue Wärmeerzeuger bzw.
Heizkessel mit höheren Wirkungsgraden, geringeren Abgasmengen und niedrigen Abgastemperaturen installiert
werden, können die für die Abgasführung vorgesehenen herkömmlichen Schornsteine in der Regel nur genutzt
werden, wenn sie an die neuen abgasseitigen Erfordernisse angepaßt werden. Unzureichender Schornsteinauftrieb
oder Schornsteindurchfeuchtung können sonst die Folge sein. Bestehende Schornsteine die älter als 15 Jahre alt sind,
können fast ausnahmslos alsfeuchteempfindlicheingestuft werden, d.h. sie vertragen keine Kondensation des im
Abgas enthaltenen Wasserdampfes.Bei der Verbrennung von einem Kubikmeter Erdgas bilden sich 1,5 Liter Wasser
und bei der Verbrennung von einem Kilo Heizöl etwa ein Liter. Die modernen Heizkessel nutzen die entstehende
Verbrennungswärme erheblich besser aus als ihre Vorgänger, weshalb die Verbrennungsgase mit deutlich
niedrigeren Temperaturen in den Schornstein gelangen. Die Folge ist, dass sich- vor allem bei nicht wärmegedämmten
und/oder bei zu großen Schornsteinquerschnitten- die Abgase innerhalb des Schornsteines abkühlen, und zwar unter
die Wasserdampf- Taupunkttemperatur. Das Übel an der Sache ist , das der Wasserdampf die beim Verbrennungs-
prozess produzierten schwefligen Säuren bindet. Dieses Kondensatgemisch ist sehr “korrosiv” und kann normales
Mauerwerk zersetzen und durchdringen.( Der Kamin ist Versottet )Die Schwierigkeiten entstehen also weniger
durch mangelnden Druck (“Schornsteinzug”), als durch zu niedrige Temperaturen im Schornstein.
Dagegen läßt sich natürlich etwas tun.
Für die Anpassung älterer Schornsteine an die Erfordernisse moderner Heizkessel bieten sich verschiedene Systeme
an, die alle auf dem gleichen Prinzip beruhen: In den alten Schornstein werden neue Rohre, die nach DIN EN 13384-1
zu berechnen sind, eingesetzt. Diese können aus Edelstahl oder aus Polypropylen bestehen. Das versottete Mauerwerk
ist je nach Zustand zu ersetzen oder zu sanieren. Die SFK Köln bietet für die Beseitigung der Versottungsschäden
ein patentiertes Verfahren an.